Programm

Das KoINS 2026

Wählen Sie Ihren Schwerpunkt und nehmen Sie umsetzbares Wissen mit in den Alltag.


In diesem Jahr setzen wir die Schwerpunkte Atemwegsmanagement & Beatmung, Kindernotfälle sowie Blut und Gerinnung. Jedes Themenfeld startet mit einer fundierten theoretischen Session, die komplexe Inhalte verständlich aufbereitet. Darauf aufbauend werden die Inhalte in sehr praxisnahen Workshops gezielt trainiert und direkt angewendet – Wissen, das sich sofort umsetzen lässt.

Wir empfehlen, sich für den Tag des Symposiums bewusst einen Themenschwerpunkt zu wählen und die passenden Sessions und Workshops zu besuchen. So entsteht ein klar strukturiertes Lernkonzept, von dem Sie bereits am nächsten Tag im klinischen und präklinischen Alltag profitieren.

Vorträge

Workshops

Networking

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SPANNENDE VORTRÄGE


Im Rahmen von Sessions finden die zentralen Fortbildungen des Tages statt. In 90 Minuten werden drei aufeinander abgestimmte Vorträge präsentiert, die wichtige Grundlagen zu den jeweiligen Schwerpunktthemen vermitteln und den inhaltlichen Rahmen für die weiteren Sessions und Workshops setzen.

Besondere Lagen

Diese Session vermittelt praxisrelevante Erkenntnisse aus realen Großschadenslagen und Extremereignissen. Am Beispiel des Attentats vom Breitscheidplatz und des G20-Gipfels in Hamburg werden Einsatzstrategien, Führungsentscheidungen und Schnittstellen im Bevölkerungsschutz analysiert. First-Hand-Berichte von CBRN-Lagen ergänzen die Vorträge und ermöglichen es, Handlungskonzepte, Vorbereitung und Eigenschutz kritisch zu reflektieren – mit dem Ziel, die eigene Einsatzfähigkeit in komplexen und dynamischen Lagen gezielt zu verbessern.

  1. Das Attentat vom Breitscheidplatz
  2. Blutungskontrolle unter Stress
  3. CBRN – Unterschätzte Gefahr in der notfallmedizinischen Versorgung

Blutungskontrolle in Ausnahmesituationen

Wenn Blutungen zur akuten Lebensbedrohung werden, sind fundiertes Wissen und entschlossenes Handeln entscheidend. Diese Session verbindet die Grundlagen der disseminierten intravasalen Koagulopathie mit aktuellen Konzepten der modernen Blutungskontrolle, einschließlich Vollblut und Hämostatika. Ergänzt durch reale Einblicke in die Traumaversorgung unter Gefechtsbedingungen vermittelt die Session praxisrelevante Strategien für Extrem- und Ausnahmesituationen – mit dem Ziel, Handlungssicherheit zu schaffen, wenn jede Sekunde zählt.

  1. Grundlagen der traumatisch induzierten Koagulopathie
  2. Moderne Blutungskontrolle – Vollblut und Hämostatika
  3. Gerinnungsmanagement beim Polytrauma – aktuelle Leitlinien

Small Patients – Big decisions

Wenn Kinder in lebensbedrohliche Situationen geraten, sind medizinische Entscheidungen besonders herausfordernd – fachlich wie emotional. Diese Session stellt die aktuellen Leitlinien zur Kinderreanimation vor, zeigt Strategien für den schwierigen Atemweg bei pädiatrischen Notfällen und erläutert das strukturierte Vorgehen beim Schädel-Hirn-Trauma im Kindesalter. Ziel ist es, Sicherheit zu vermitteln – für Momente, in denen kleine Patient:innen große Aufmerksamkeit brauchen.

  1. Leitlinienupdate Kinderreanimation
  2. Primärversorgung des septischen Schocks im Kindesalter
  3. Das kindlichen Schädel-Hirn-Trauma

Von der Intubation zum Weaning – Moderne Beatmungsstrategien

Wenn jeder Atemzug zählt, sind Wissen, Erfahrung und Timing entscheidend. Diese Session führt von den Leitlinien des Atemwegsmanagements über die pathophysiologischen Grundlagen des ARDS bis hin zu modernen Weaningkonzepten. Erleben Sie, wie strukturierte Beatmungsstrategien Patientinnen und Patienten sicher durch die kritischste Phase begleiten – vom ersten Atemzug unter Kontrolle bis zur Rückkehr zur eigenen Atmung.

  1. Leitlinienupdate Atemwegsmanagement
  2. Grundlagen des ARDS
  3. Modernes Weaning auf der Intensivstation

Damage Control

Wenn Einsätze unter Zeitdruck stattfinden und Entscheidungen keine zweite Chance haben, braucht es bewährte Strategien. Diese Session zeigt, warum das Damage-Control-Management ein zentrales Element moderner Notfall- und Intensivmedizin ist. Vom ersten Schritt der Damage Control Resuscitation über die Damage Control Surgery bis hin zu den Damage Control Orthopedics wird vermittelt, wie ein konsequent abgestuftes Vorgehen hilft, Patientinnen und Patienten im Einsatz zu stabilisieren und Zeit zu gewinnen.

  1. Damage Control Resuscitation
  2. Damage Control Surgery
  3. Damage Control Orthopedics

WORKSHOPS

Unsere Workshops sind das Herzstück des 2. Koblenzer Intensiv- und Notfallsymposiums. In kleinen Gruppen trainieren Sie mit erfahrenen Dozenten realitätsnahe Szenarien und erlangen Fähigkeiten, die sofort umsetzbar und direkt im klinischen wie präklinischen Einsatz relevant sind.

KINDERNOTFÄLLE

Geburt im Rettungsdienst

Geburten im Rettungsdienst sind selten – und gerade deshalb besonders anspruchsvoll. Wenn innerhalb weniger Minuten Mutter und Neugeborenes versorgt werden müssen, braucht es Ruhe, Struktur und sichere Handgriffe. In diesem praxisnahen Workshop trainieren Ärzt:innen und Rettungsdienstpersonal realistische Einsatzszenarien – denn regelmäßiges Üben schafft die Sicherheit, die im entscheidenden Moment den Unterschied macht.

Neugeborenenversorgung

Neugeborene müssen nur selten rettungsdienstlich versorgt werden. Dennoch ist eine adäquate Versorgung von Neugeborenen nach einer präklinischen Geburt zwingend erforderlich – denn mit der Geburt ist der Einsatz nicht beendet. Umso wichtiger ist es, Abläufe zu kennen und sicher zu beherrschen. In diesem praxisorientierten Workshop trainieren Ärzt:innen und Rettungsdienstpersonal die strukturierte Erstversorgung des Neugeborenen in realistischen Szenarien – denn Wissen und Übung sind entscheidend, wenn Erfahrung fehlt.

Säuglingsreanimation

Die Reanimation von Säuglingen zählt zu den seltensten und zugleich herausforderndsten Notfallsituationen – Aufgrund der geringen Einsatzhäufigkeit fehlt häufig die Routine, was diese Einsätze besonders anspruchsvoll macht. In diesem praxisorientierten Workshop trainieren Ärzt:innen und Rettungsdienstpersonal die leitliniengerechte Säuglingsreanimation wiederholt und realitätsnah unter praxisnahen Szenarien aus dem häuslichen Umfeld. Denn nur durch regelmäßiges Training entsteht die notwendige Sicherheit, um auch in diesen seltenen und hochsensiblen Situationen souverän und strukturiert handeln zu können.

Reanimation von Kindern und Jugendlichen

Die Reanimation von Kindern und Jugendlichen nach dem ersten Lebensjahr erfordert ein sicheres, leitliniengerechtes Vorgehen. In diesem praxisnahen Workshop trainieren Ärzt:innen und Rettungsdienstpersonal die Kinder- und Jugendlichenreanimation nach den neuesten Leitlinien. Durch realitätsnahe Szenarien und regelmäßige Wiederholung wird die Handlungssicherheit für seltene, aber kritische Einsatzsituationen gezielt gestärkt.


BLUT & GERINNUNG

Blutungskontrolle jenseits des Tourniquets

Unkontrollierte Blutungen gehören zu den häufigsten vermeidbaren Todesursachen – im zivilen Einsatz ebenso wie unter militärischen Bedingungen. Dieser Workshop vermittelt einsatzerprobte Techniken zur Blutungskontrolle, insbesondere an schwer zugänglichen Lokalisationen. Unter Anleitung erfahrener Instruktor:innen trainieren Sie den gezielten Einsatz moderner Hämostyptika und weiterer Hilfsmittel, um im Ernstfall schnell, effektiv und entschlossen handeln zu können.

Thromboelastometrie

Die Thrombelastometrie hat sich als zentrales Instrument der erweiterten Gerinnungsdiagnostik etabliert und liefert entscheidende Informationen bei komplexen Koagulopathien. In diesem Workshop erlernen Sie die Grundlagen der Interpretation thrombelastometrischer Kurven und deren praktische Anwendung im klinischen und präklinischen Kontext. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie die Thrombelastometrie klassische Gerinnungstests wie aPTT und INR (Quick) sinnvoll ergänzt und frühzeitig therapeutische Entscheidungen unterstützt.

Notfallsonographie

Die Notfallsonographie ist aus der modernen Intensiv- und Notfallmedizin nicht mehr wegzudenken. In diesem praxisnahen Workshop erlernen Sie die entscheidenden Standardschnittebenen für schnelle und sichere Diagnosen im Rettungsdienst und auf der Intensivstation. Kleine Gruppen und eine enge Betreuung durch die Dozenten ermöglichen intensives Training, direktes Feedback und spürbaren Mehrwert für Ihren klinischen und präklinischen Alltag.

Sonographie für Pflege und NotSan

Die Sonographie ist längst auch im nicht-ärztlichen Einsatz angekommen. Dieser Workshop richtet sich gezielt an nicht-ärztliches Fachpersonal und vermittelt praxisnah die Grundlagen der Thorax- (Pleura) und Abdomen-Sonographie. Das Gelernte kann direkt im Rettungsdienst oder auf der Intensivstation eingesetzt werden und unterstützt eine frühzeitige, strukturierte Patientenversorgung im interdisziplinären Team.


ATEMWEGSMANAGEMENT & BEATMUNG

Airwaymanagement

Der schwierige Atemweg verlangt klares Vorgehen und sicheres Können – besonders, wenn er unerwartet auftritt. Aufbauend auf den erfolgreichen Teilnehmererfahrungen des vergangenen Jahres bietet dieser Workshop erneut intensives, praxisnahes Training. Im Mittelpunkt stehen der unerwartet schwierige Atemweg, die Atemwegssicherung bei akutem Erbrechen und die Koniotomie. Realistische Szenarien machen den Workshop gleichermaßen wertvoll für präklinisch und innerklinisch tätiges Fachpersonal.

Beatmung im Rettungsdienst

Beatmung gehört zu den häufigsten und zugleich anspruchsvollsten Maßnahmen im Rettungsdienst. Unterschiedliche Beatmungsmodi und Einstellungen erfordern einen sicheren und routinierten Umgang. In diesem praxisnahen Workshop trainieren Sie die Anwendung moderner Beatmungskonzepte, um auch im Einsatz jederzeit souverän handeln zu können.


WEITERE HIGHLIGHTS

Nicht-traumatisches Schockraummanagement

Die nicht-traumatische Schockraumversorgung ist ein hochaktuelles Thema, dem sich die notfallmedizinische Gemeinschaft seit Kurzem systematisch widmet. In diesem exklusiven Workshop lernen Sie ein strukturiertes Vorgehen zur frühen Versorgung kritisch kranker Patient:innen. Als Alleinstellungsmerkmal unseres Symposiums bietet der Workshop praxisnahe Szenarien und zukunftsweisende Konzepte für die Versorgung von akut erkrankten Patienten.

Tactical Emergency Casualty Care – TECC

Tactical Emergency Casualty Care (TECC) vermittelt praxisnahe Prinzipien zur Versorgung kritisch verletzter Patient:innen in zivilen Bedrohungslagen. Der Workshop gibt einen kompakten Einblick in strukturierte Behandlungsstrategien bei lebensbedrohlichen Verletzungen und orientiert sich an bewährten taktischen Versorgungsansätzen.


Industrieausstellung

Während der Pausen des Symposiums ist für Ihr leibliches Wohl gesorgt. In der Industrieausstellung stehen Speisen und Getränke gegen einen Unkostenbeitrag zur Verfügung.